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Zentralstelle zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen eingerichtet |
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Wednesday, 30. September 2009 |
Quelle: Medizinanwälte L & P, Bad Homburg, 30.09.2009
Eingestellt vom Redaktionsteam des Informationsdienstes Medizinrecht praxisbetrieb - recht.de
Zentralstelle zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen eingerichtet
Politik und Medien gefallen sich seit Wochen darin, Ärzte als geldgierig und korrupt darzustellen. Und während die KV Hessen ein Ende dieser Verunglimpfung fordert (wie hier berichtet), schafft die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main Fakten und hat nun die bundesweit erste Zentralstelle zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen eingerichtet.
Aufgabe der Stelle ist die Bearbeitung von Ermittlungsverfahren aus sämtlichen Bereichen der medizinischen Versorgung in Hessen. Dazu zählen unter anderem Verfahren gegen Ärzte, Apotheker, Physiotherapeuten, Hebammen oder Betreiber von Pflegediensten.
Die Generalstaatsanwaltschaft hat seit 2002 bereits mehr als 3.000 Ermittlungsverfahren geführt und dabei nach eigenen Angaben unrechtmäßige Gewinne von mehr als 7,5 Millionen Euro abgeschöpft. Wer Augrund dieser Zahl die allgemeine Berichterstattung über korrupte Ärzte für bewiesen hält, sollte die Zahl jedcoh unbedingt ins Verhältnis setzen, zu den Gesundheitsausgaben in Hessen, die sich auf jährlich ca. € 18 Mrd. belaufen. Berücksichtigt man dieses Verhältnis wird klar, dass die Berichterstattung über eine “korrupte Ärzteschaft” schlicht falsch ist. Vielmehr handelt es sich um wirkliche Einzelfälle, die es natürlich zu verfolgen gilt, die aber nicht dazu genutzt werden dürfen, um eine ganze Berufsgruppe in Verruf zu bringen.
Quelle: Medizinanwälte L & P, Louisenstr. 21-23, Bad Homburg
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