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Streit um Lucentis® wird politisch |
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Thursday, 18. October 2007 |
Medizinrechtlicher Fachbeitrag zum Streit um Lucentis ® auf PRAXISBETRIEB, KLINIKBETRIEB & STEUER von RECHTSANWALT UND FACHANWALT FÜR MEDIZINRECHT JAN WILLKOMM, Leipzig
Streit um Lucentis® wird politisch
Seit Januar 2007 ist mit Lucentis® (Ranibizumab) ein neuartiges Arzneimittel von Novartis gegen die altersbedingte feuchte Makuladegeneration (AMD) verfügbar. Die Einzeldosis kostet 1523,26 Euro, ein zweijähriger Behandlungszyklus rund 15 000 Euro.
Alternativ dazu setzen Augenärzte im Off-Label-Use und von den Kassen gefördert Avastin® (Wirkstoff: Bevacizumab) ein. Das Präparat von Roche ist zur Therapie bei Darm-, Brust- und Lungenkrebs zugelassen. Es gibt Hinweise darauf, dass Bevacizumab auch bei AMD wirksam sein könnte. Wird Avastin® bei Patienten mit AMD eingesetzt, dann sind nur 50 Mikroliter notwendig - die Kosten je Behandlung belaufen sich auf 30 bis 50 Euro.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat das Angebot des Arzneimittelherstellers Novartis, die Kosten für sein Arzneimittel Lucentis® auf jährlich 315 Millionen Euro für die gesetzlichen Kassen zu begrenzen, gestern als “keine Lösung” abgelehnt. Die Auseinandersetzung hat damit die politische Ebene erreicht. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.
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LEX MEDICORUM
KANZLEI FÜR MEDIZINRECHT
Jan Willkomm
Rechtsanwalt &
Fachanwalt für Medizinrecht
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